Dubai * 16.2.2016  

 

    Diamond Hit Oldbg *1997  
  Diamonit Oldbg *2003    
    Francesca Oldbg *1997  
Diatano Westf. *2007      
    Brentano II Hann. *1983  

Bundessiegerstute

Baccarole Hann *1990    
    Mara Hann * 1986  
       
    Florestan Rheinl. *86  
  Fidermark Westf. *1992    
    Watonga Hann. * 85  
Fannie Mae Rheinl. *03      
Hengstmutter   Frühlingsball Westf. *70  
  Feodora Rheinl. *92    
    Rebecca Rheinl. *80  
       
    Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde
Marmor, Riccione, Bogenschütze u.a.
 







 

Mutterstamm:

Dubai ist Halbbruder zu dem gekörten Sansibar, 8-jährig mehrfach S gewonnen mit über 70 Prozent, jüngstes Pferd Preis der Besten, Warendorf 2015

Mutter Fannie Mae war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, Juli 2003 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2006 - Platz 2/21, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5
Eintragung in das Hannoversche Hauptstutbuch, 11. August 2011 - Einzelnoten u.a. dreimal die 8, darunter für ihren hervorragenden Schritt - die verdiente Anerkennung im Hinblick auf ihr überdurchschnittliches SLP-Ergebniss, dessen unangebrachte Schrittbeurteilung sie seinerzeit den überlegenen Sieg in dieser Prüfung mit einer Gesamtnote deutlich über 8 gekostet hat.

Fannie Mae (Hengstmutter) ist die fünfte von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen.
Vollbruder Fair Play*2002 Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fabrice*1998 FN Leistungsstutbuch C -Nachzuchterfolge-
SLP Telgte Platz 1, Wertnote 8,39 Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0.
Detaillierte Infomationen zu der sporterfolgreichen Nachzucht aus Fabrice finden sich auf ihrer Seite.
Vollschwester "Miss Feeny" (Auktionsfohlen) ist Mutter zu Fantastic Sommertänzer von Samarant, 5-jrg Bundeschampionat Dressurpferde, 6-jrg M-Drs gewonnen und Mutter zu Fantastic Snoop Dog (Heiner Schiergen) von San Amour, 6-jrg Dressurpferde M gewonnen.
Detaillierte Informationen zum Ursprung und weitergehenden Stutenstamm finden sich auf der Seite Stutenstamm.

Nachzucht Fannie Mae:
1. Februar 2007  Hengstfohlen von Sir Donnerhall - "Sansibar" gekörter Hengst (Paul Schockemöhle), mehrfacher S-Sieger
11. April 2008 - Stutfohlen von Sir Donnerhall - Sawadee (verkauft, Ndl.)
6.Juni.2009 - Stutfohlen von Rohdiamant - Rarität (Riva) - verkauft als Zuchtstute
5. Mai 2010 - Hengstfohlen von Real Diamond - Rialto Venice (verkauft, Reitpferdeprüfung und Dressurpferde A erfolgreich)
12.April 2011 - Stutfohlen von Don Schufro - Deauville - eigene Aufzucht, angeritten und gedeckt, 2.3.2015 Hengstfohlen von Zhivago - Zampano
24. März 2012 - Hengstfohlen von Don Schufro - Dago (verkauft)
17. März 2013 - Stutfohlen von  Rock Forever - Rapunzel (verkauft, verbleibt zur Aufzucht auf dem Hof Altepost)
20. März 2014 - Hengstfohlen von Rock Forever - Rasputin (verkauft in Hengstaufzucht)
9. März 2015 - Hengstfohlen von Elton John - E.J. Junior (verkauft in Hengstaufzucht)
16. Februar 2016 - Hengstfohlen von Diatano - Dubai (verkauft in Hengstaufzucht)

Gedanken zur Hengstwahl: warum Diatano?

Es war Dienstagabend als das Telefon schellte und der kleine Bennet sprach:
"Das Fohlen ist da!"
Etwas verwirrt fragte ich "... welches Fohlen?" und stürzte den Buben damit selbst in grösste Verwirrung. "Na, das Fohlen von Fannie!"
"Fannie? Jetzt schon?" Ich war ganz und gar verdattert.
Der Bub tat das Beste, was er tun konnte: "Warte mal. Ich geb dir mal die Mama ...."
Gut, dass es Stutenfee Ingrid gibt, die stets die Übersicht in meinem Kopf behält und sogleich feststellte:
"Ausgezählt für den 22.! Aber Fannie ist doch immer eine Woche vor der Zeit ..."

So lang meine Leitung am Telefon war, so schnell sass ich im Auto und war im Stall. Eine unkomplizierte Geburt war es wieder einmal, Dank einer bewährten Fannie, die bereits wuschig vor ihrem Sohn stand und schleunigst den Milchdruck loswerden wollte. Der kleine Hengst war gerade aufgestanden und saugte bereits heftig an allem, was sich ihm bot. Nur Fannie's enormes Euter, das diese wie immer prall unter sich her schob, kam ihm nicht in den Sinn. Da war er nicht das erste Fanniekind, das mit diesen Duplosteinen überfordert war. Kurzes Abmelken schaffte Fannie Erleichterung und der kleine Mann trank gierig aus der Flasche bis das Bäuchlein erstmal voll war und die Suche weitergehen konnte. Und er suchte und suchte und Fannie wurde wieder wuschig. Sie trug weit mehr als eine kleine Flasche Milch unter dem Bauch mit sich herum. Ein weiteres Abmelken, doch zum Umfüllen in die Flasche kamen wir diesmal gar nicht. Der kleine Hengst hatte das Mäulchen schon in der Schüssel und schlabberte und trank, als sei es das selbstverständlichste von der Welt. Die Milch spritzte über das kleine Fohlengesicht bis hin zu dem grossen weissen Fleck auf der Stirn - ein gediegenes Bild.

Jetzt hatte er mehr als genug Milch im Bauch um seine Suche in Ruhe zu vollenden.

Den ersten Hofgang gab es dann am nächsten Tag in der grosszügig strapazierten Mittagspause. Stutenfee Ingrid gab die nötige Starthilfe aus der Box und da stand er dann, Fannie's kleiner Sohn, der so klein gar nicht war. Verwirrt im Sonnenlicht, wie das bei jungen Fohlen so ist, die aus dem schattigen Stall kommen, tapste er noch etwas unbeholfen herum. Ein paar Minuten auf und ab, dann hatte er begriffen auch ohne Hilfe hinter Fannie herzulaufen.
Ein paar Stunden später nach Feierabend holte ich meine beiden ein zweites Mal aus dem Stall. Diesmal klappte das Mitlaufen vom Fleck weg und wir machten uns auf den Weg zur Strasse, ein paar Mal auf und ab im einfachen geradeaus, das war der Plan.

                                                                  

Aber wie das so ist mit wohl durchdachten Plänen, die Eigendynamik nimmt dann doch ihren Lauf. Wie von selbst fanden wir uns plötzlich auf der grossen Heuwiese wieder und der junge Mann unternahm seine ersten eigenständigen Erkundigungen rund um uns herum. Traloppierend und hüpfend zog er seine kleinen Kreise und folgte uns aufgeweckt bis zum Wald.
Da standen wir nun vor der Senke an der kleinen Böschung, ein winziger Schritt nur, und doch eine gewaltige Herausforderung für ein Fohlen im Alter von noch nicht einmal 24 Stunden. Zaghaft testete er die kleine Tiefe und purzelte ins Gras. Das war nicht anders zu erwarten, das lange Fahrgestell ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig sicher installiert. Mit reichlich Anstrengung schaffte er es durch die Senke und stand prompt vor der nächsten Herausforderung:
ein Baum.
Er lernte schnell, dass man durch Bäume nicht hindurchlaufen kann sondern diese am besten umgeht. Möglichst weiträumig zunächst, sonst fällt man wieder hin. Baumwurzeln sind nur ein bedingt sicherer Standpunkt. Es war die helle Freude - wieder einmal - zu erleben, wie das junge Fohlen seine Welt entdeckte.
Kein Zweifel, die schönste Jahreszeit im Leben eines Pferdezüchters hatte begonnen:
Foal-Eventing!

Eine gute halbe Stunde dauerte unser erster Ausflug und ganz und gar inspiriert machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg.

                         

Nun gab es kein Halten mehr und jeden Tag machten wir uns gemeinsam mittags und nach Feierabend auf den Weg in den Wald. Und immer wieder ist es das grösste Erlebnis zu sehen, wie schnell so ein junges Fohlen lernt und physisch reift. Am zweiten Tag wurde die kleine Senke zur Böschung bereits im Trabe genommen, am dritten Tag galoppierte er schon sicher hindurch.

                             

Am Sonntag kündigte sich der erste Fohlenbesuch an und es war endlich Zeit für unsere erste Fotosession mit Alexandra. Unverdrossen zogen wir im Nieselregen los und stellten fest:
Fohlen sind ganz und gar wetterresistent. Toben und klettern geht auch bei Regen. Besonders im Wald, weil der Boden auch bei schlechtem Wetter rascheligen Halt gibt. Nass aber vergnügt und äusserst zufrieden kehrten wir nach einer knappen Stunde in den Stall zurück. Danke, Alexandra!

28.2.2016

Foal Eventing im Alter von 12 Tagen!

                           

Das Wetter meint es gut mit uns und endlich hat der Bub auch einen Namen:
Dubai!

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns heute morgen mit Fannie und Dubai auf in den Wald. Schöner kann man einen Tag nicht beginnen!
Mein herzlichster Dank gilt Piddie und Norbert für ihren grossartigen Einsatz als Mutterstutenführer. Ohne Hilfe sind Fotos wie diese einfach nicht möglich.
Im stolzen Alter von 12 Tagen präsentiert Dubai sich in absoluter Bestform und wir lassen Bilder sprechen ...  


                                



                                   



                          



                            



                          



                         



                           



                           
                                                                                                                                                                       Danke, Piddie!


14.3.2016

Fotosession mit Freund Tönne, unserem Pferdeflüsterer!
Wir hatten eine Menge Spass mit Dubai, der sich zu einem ansehlichen kleinen Kraftprotz entwickelt hat. Kein Wunder, bei Fannie's reichlich gefülltem Milchkuh-Euter... Tönne bekam das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht angesichts des kernigen Fohlens und mir ging es ähnlich. Dubai trabte kraftvoll locker über die Heuwiese, wir konnten gar nicht genug davon bekommen ihm dabei zuzusehen!

                                                  

Im Wald auf unsere ganz persönlichen Spielwiese angekommen, war Tönne dann erneut geradezu bezaubert von dieser ganz anderen und doch so natürlichen Art der Fohlenbespassung - Wasser auf meine Mühlen, natürlich. Tönne ist Pferdemensch durch und durch und er teilt die selbe grosse Freude mit mir, ein Fohlen in dieser abwechslungsreichen Umgebung aufgehen zu sehen. Munter marschierte er mit Fannie zwischen den Bäumen daher, die kleinen Steigungen auf und ab und immer wieder mussten wir laut lachen, wenn Dubai wie aus dem Nichts plötzlich zwischen den Bäumen hervorgeschossen kam und über die kleinen Hänge tobte - einfach herrlich!

                                                  
 

                                                     


                                                   


                                                   

Ein ganz und gar begeisterter Tönne rief abends an und konstatierte angesichts der Fotos lachend:
"Was für ein herrlicher Spass! Das sieht ja aus als seien wir durchs Gebirge geklettert!"

                                                    
 

11.4.2016

Von Hahnenkämmen und sahningen Resonanzkörpern

Dubai hat sich mittlerweile zu einem gewaltigen kleinen Hengst entwickelt und das nicht nur seines ausgesprochen selbstbewussten Charakters wegen. Der Bub trägt bereits einen pompösen Hahnenkamm mit sich herum, der manch einen älteren Hengstkollegen vor Neid erblassen liesse. Darüber hinaus ist er mit einem nicht weniger beindruckenden knackigen Resonanzkörper ausgestattet, der einfach alles hat. Vom knackigen Ärschlein über eine durchaus pompöse Oberlinie mit reichlich Hals (Hahnenkamm eben...) und durchaus Bauch. "Ein hübsches Jungchen!" pflegte meine Oma derart gut ausgestattete wohlgenährte Kandidaten im jugendlichen Alter zu nennen. So sieht ein Fohlen aus, dessen Mutter keine Milch gibt, sondern offensichtlich reine Sahne.


                                               


                                               


                                                 


                                               


Es wundert daher nicht, dass die Erde auch schonmal bebt, wenn Dubai losknattert. Heute im Wald war es wieder so weit. Nachdem er zunächst allein seine Kapriolen um die Bäume schlug bekamen wir kurz drauf Besuch von Paula, dem charmanten Hofhund. Hunde allerdings stehen nicht auf Fannie's Liste der zu schützenden Arten dieser Welt, weshalb Fannie zunächst reichlich wuschig wurde als Paula plötzlich im Wald bei uns auftauchte. Insbesondere mit einem jungen Fohlen bei Fuss hat Fannie Hunde im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern (nicht, dass Dubai überhaupt noch "bei Fuss" wäre, er zieht längst ausgiebig seiner eigenen Wege...). Weshalb ich also mit einer wuschigen Fannie am Strick noch in höchster Sorge um Dubai und den Hund war, als die Situation sich plötzlich ganz von allein ins Gegenteil verkehrte:
Dubai hatte Paula wahrgenommen und brachte sich in Stellung:
Hahnenkamm und schnaubende Stierkampfmanier - Attacke!

                                              
                                            


                                               

Dubai nahm Paula aufs Korn und jagte los und Paula spielte mit. Nun habe ich es selten erlebt, wie ein zwei Monate altes Fohlen einen Hund jagt, noch nie aber habe ich soetwas in einem Wald erlebt. Die beiden jagten in wilden Achten rund um die Bäume, quer durch den Wald, die kleinen Steigungen rauf und runter, Paula begeistert vorweg, Dubai nicht weniger engagiert hinterher. Ein solches Schauspiel kann man nicht besser inszenieren! Der Hund war klar im Vorteil im wendigen Hakenschlagen, doch Dubai war auch nicht schlecht. Er gab den fokussierten Jäger, drehte alle paar Runden bei, schüttelte sich, ging erneut in Stellung und suchte den Hund. Paula lag derweil flach am Boden, Dubai scharf im Visier, und wartete ab. Dubai brachte den Hahnenkamm in Stellung, senkte den Kopf und nahm wieder Kurs auf Paula - Hals gewölbt, lautes Getöse und schon ging die Jagd wieder los, in Achterbahnen rund um die Bäume durch den Wald. Faszinierend! Ich war begeistert und genoss diese einmalige Inszenierung aus vollem Herzen - was für ein Spass!
Die wuschige Fannie hatte derweil schnell zu ihrer ungestörten Gelassenheit zurückgefunden. In dem Moment, als Dubai das erste mal Kurs auf Paula nahm, hatte Fannie schneller als ich begriffen, dass hier nicht das Fohlen sondern der Hund das Opfer war, ihre Welt war damit wieder in Ordnung.


                   


              


              

Ich hatte die Kamera nicht dabei und das tat mir bitter leid. Ein solches Schauspiel liess sich kaum ein zweites Mal bewusst in Szene setzten, doch den Versuch war es wert. Ich marschierte also mit meinem Hund und Pferd-Trio zurück zum Stall und holte die Kamera. Weit kam ich damit allerdings nicht. Dubai und Paula nahmen ihre Jagd direkt am Haus erneut auf, die richtige Perspektive für entsprechende Bilder gab das dicht vor dem Weidezaun nicht her. Einen kleinen Eindruck von Hund und Fohlen bei ihrem faszinierenden Spiel bekommt aber doch.
Dubai musste schliesslich den gefühlten Sieg davon getragen haben, den er dann im satten Gras auf seine Art feierte:
Die Fäuste siegreich in der Luft - ein Bild für die Götter!
Der sahnige Resonanzkörper war gut ins Schwitzen gekommen bei der Jagd, da muss man den juckenden Pelz schonmal ausgiebig wälzen.
Ein herrlicher Fohlenfrühling!   

                                                  


                                                  


16.10.2016

Am letzten Sonntag hat Dubai die Reise in seine neue Heimat zur Hengstaufzucht angetreten. Wohlbehalten tummelte er sich unter allerbesten Bedingungen sogleich im grossen Laufstall mit einem halben Dutzend weiterer Hengstabsetzer. Nachdem sein grosser Bruder Rasputin aktuell die Zulassung zur Westfälischen Hauptkörung erhalten hat sind meine Erwartungen an Dubai hoch gesteckt. Er hat sich prächtig entwickelt in den letzten Wochen und zum recken Wuchs aus jüngstem Fohlenalter zurückgefunden. Mit dem Reck kam offensichtlich auch das Gummi zurück - ich konnte mich kaum sattsehen an dem elastischen Trott meines kleinen Helden vom Frühjahr.

        

 
     
 


 


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