Mutterstamm:
Mutter Lilith wurde dreijährig gedeckt und
angeritten und entwickelte sich in kürzester Zeit zu meinem
"Lieblings-Reitpferd". Ihre ganz persönliche "Leistungsprüfung" legte
sie daher im Sommer 2025 im Gelände, auf den Feldern und der Rennbahn ab
und blieb tragend bis November in Münster. Weil ich mich von diesem
herrlichen Reitpferd einfach nur schwer trennen konnte ...
Bravo (Bunny): 5 und 6-jährig
Dressurpferdeprüfungen A, L und M gewonnen, darunter Bundeschampionatssichtung. Eintragungsnoten in das Hannoversche
Hauptstutbuch 4 x 8, Gesamtnote "8". Bravo ist Vollschwester zu
Brisant,
zugelassen zur Hannoveraner Hauptkörung in Verden im Oktober 2012 und verkauft nach
Spanien. Bravo ist Halbschwester zu
QRage
II ("Happy") von Quattro B, 4-jährig Reitpferdeprüfung gewonnen. Bravo ist Halbschwester zu Awakino
QRage von Quattro
B, 4-, 5- und 6-jährig Dressurpferdeprüfungen A, L und M gewonnen. Bravo ist Halbschwester zu
La Jeanne von Laudabilis, unter Amateur S-platziert,
LGS € 8.000. Eine der gewinnsummenreichsten
Töchter ihres Vaters. Bravo ist Halbschwester zu Sabary, 5-jährig
Dressurpferde A und L 2.-5. platziert. Bravo ist Grossmutter zu
Brianna, Preisspitze Westfalen Online
Youngster Auktion November 2021
Nachzucht Bravo: 2013
Daktari
Stutfohlen von Don Frederic, Siegerfohlen der
Stutenschau in
Fröndenberg, verkauft
2017 Ladybird Stutfohlen von
Libertad, Dressurpfered A gewonnen. 2021 SF von
Vaderland - Viviane, Goldprämie Westfalen
2018 Quäntchen Glück Stutfohlen von Quantensprung,
verkauft, A gewonnen, L und M platziert.
2019 Fabelhaft HeFo von Fürst Samarant,
verkauft in Hengstaufzucht. Gekört und leistungsgeprüft 50TT Adelheidsdorf 2022,
Dressurpferde A und L gewonnen.
2022 Lilith Stutfohlen von Lilliano OLD
2023 Fabelhaft II Hengstfohlen von Fürst Samarant
- verunfallt 2023 nicht gedeckt 2025
FaBella Stutfohlen von Fürst Samarant
- verkauft
Grossmutter Fabrice: FN Leistungsstutbuch C
-Nachzuchterfolge- Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, 4. Juli 1998 -
Silbermedaille SLP Telgte, 13. Juni 2001 - Platz 1, Wertnote 8,39 Einzelnoten: Trab 8,5 Galopp 8,5 Schritt 8,0 Rittigkeit Richter 9,0
Rittigkeit Fremdreiter 8,5 Freispringen 8,0 Sommer 2003: diverse sportliche Erfolge in allen Disziplinen, darunter Sieg in
der Eignungsprüfung in Telge mit der Wertnote 8,2 Fabrice ist die erste von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der
Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen.
Vollbruder
Fair Play*2002
Rheinischer Reitpferdechampion 2005 Vollschwester
Fannie Mae*2003 SLP Telgte Platz 2, Wertnote 7,97 Einzelnoten: Trab 8,0 Galopp 8,5 Schritt 7,5 Rittigkeit Richter 8,0
Rittigkeit Fremdreiter 8,5 Freispringen 7,5. Fannie Mae ist Mutter des gekörten Hengstes
Sansibar (aktuell FN Besitz
Andreas Helgstrand) mehrfach S gewonnen, jüngstes Pferd Preis der Besten 2015. Fannie Mae ist Mutter des gekörten Hengstes
Rasputin (Westfälische Hauptkörung 2016)
Vollschwester "Miss Feeny" (Auktionsfohlen) ist Mutter zu Fantastic
Sommertänzer von Samarant, 5-jrg Bundeschampionat Dressurpferde, 6-jrg
M-Drs gewonnen Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Snoop
Dog von San Amour, Drpf M gewonnen, St.Georg Special gewonnen,
Intermedieare-I 2. Vollschwester "Miss Feeny" ist Mutter zu Fantastic Sugar Candy von San Amour,
Dressurpferde A gewonnen, Dressurpferde L platziert.
sowie Ripito L von Riccione a.d. Piroschka von Pit a.d. Feodora von
Frühlingsball, M-Dressur, DrPF M intl/LUX Detaillierte Informationen zum Ursprung und weitergehenden Stutenstamm finden
sich auf der Seite Stutenstamm, Hann. Stamm Nr. 367 nach Schridde
Gedanken zur Hengstwahl: warum
Benicio?
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Karfreitag und die Nachricht meiner Sutenfee datiert von 2 Uhr
morgens und ist völlig an mir vobei gegangen ... Jetzt war erstmal
Springstunde im Stall angesagt, grösste Freude mit Ladybird, so wurde es
nachmittag, bis ich auf den Hof kam.
Die grosse brave blonde
Lilith gab ganz die besorgte Mutter, liess mich aber gern in der
Boxenecke Platz nehmen und in Ruhe Mutter und Sohn betrachten. Einen
charmanten roten Sohne hatte sie da geboren, mit Mutters "Semikolon"
Sternchen auf der Stirn und einem schönen kecken Schnütchen ... Soweit
der erste Eindruck. Der kleine Mann hüpfte ob des Besuchs aufgeregt
hinter Muttern herum, die brave Mutter grummelte aufmerksam besorgt und
liess ihn nicht aus den Augen. Noch wackelig und krumm auf den Beinchen,
viermal weiss im tiefen Stroh? Da sass ich und sah den beiden
einfach nur zu. So schön.
Stutenfee hatte mich gewarnt:
Karfreitag, Familienfest. "Erschrick nicht, wenn du auf den Hof
kommst!"
Und tatsächlich war der Hof dichter beparkt als manch
eine Stuten- und Fohlenschau dieser Tage. Ich war beeindruckt!
Den ersten Hofgang legten wir daher auf den nächsten Morgen,
"achtuhrdreissig!" lautete die Ansage.
Noch am Abend zogen Mutter
und Sohn um in die grosse Box am Eingang und der kurze Gang über die
Stallgasse hatte Beruhigendes offenbart. Die Beinchen waren zwar noch
recht wackelig, aber gut angelegt und keineswegs stelzig, wie wir das im
tiefen Stroh erst befürchtet hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als
noch des abends die beruhigende Nachricht kam.
Guter Dinge kam
ich dahe pünktlich am Samstagmorgen auf den Hof gerollt. Stutenfee
Ingrid stand bereits entzückt vor der grossen Box und war ganz verliebt
in den kleinen Hengst - selten, dass meine Stutenfee solche Emotionen
zeigt! Meine grosse blonde Lilith war ganz die besorgte Mutter, liess
sich aber brav aufhalftern, nur vorweg aus der Box raus, das wollte sie
keinesfall. Das hatten wir nicht anders erwartet von der besorgten
Erstlingsmutter. Da musste die Stutenfee das Fohlen erst Richtung Tür an
Mutter vorbeischieben und weiter bis zur Stalltür - da standen wir dann
auf dem Hof:
Besorgte grosse schöne Mutterstte, zauberhafter
kleiner Kerl! Wir zuppelten Richtung Heuwiese, Stutenfee immer
hintendran um das Fohlen auf Kurs zu schieben, allein wäre ich mit
Lilith keinen Meter weit gekommen. Auf der grünen Wiese grummelte sie
mit gesenktem Kopf besorgt um das Fohlen herum und der kleine Kerl tat
seine ersten richtigen Hüpfer im Grün. Verwirrt und ganz und gar
entzückend, die ersten Eindrücke. Wieder einmal. Ich hatte jedoch Mühe,
die Stute zu halten. Grosse Mühe. Die Kribbelmücken schwirrten uns
bereits um die Köpfe, das Fohlen schnickte verwirrt mit dem feinen
Köpfchen, Lilith grummelte besorgt.
Stutenfee Ingrid sah vergnügt
zu. Fast ein bisschen verliebt. "Der ist ja wirklich soooo niedlich..."
Das sprach tatsächlich meine sachlich erfahrene Stutenfee???
Ich wollte ihr ja gern glauben, allein, die Stute zog mich beinahe von
den Füssen und ich hatte wenig Möglichkeit, das Fohlen zu betrachten.
So brachen wir ab und machten uns auf den Weg zum gut eingezäunten
Reitplatz.
Das war eine gute Idee, denn Lilith trabte sofort mit grossen
leichtfüssigen Tritten los, der kleine Mann galoppierte nebenher und
auch mal drumherum - so sollte dass ein! Gleichwohl - ich hatte
nur Augen für diese unfassbar schöne Stute - leichtfüssiger Tanz,
edel und schön. Der kleine Mann hatte es schwer und Stutenfee
Ingrid war fast schon ein wenig unwirsch mit mir. Ein typisches
Sabine-Fohlen sei das und ich soillte doch endlich mal richtig
hingucken, da sei doch alles dran, nur ein bisschen wackelig noch,
aber so ein schöner Kerl!
Der kecke kleine Kerl wurde nun
schnell müde, Ende Teil eins des ersten Ausgangs, "siebzehn Uhr!"
lautete die Ansage für den Nachmittag. Aus Erfahrung klug
geworden verzichtete ich schweren Herzens auf den zweiten Versuch
zur Heuwiese, wohl wissend, dass Lilith mich von den Füssen ziehen
würde. Wir brachten die beiden also gleich auf den Reitplatz und
Muttern wälzte sich, drückte noch etwas Blut heraus, das durfte so
sein. Das sollte auch so sein, die junge Mutter sollte sich dringend
bewegen. Der kleine Hengst hüpfte aufgeregt um die kullernde Mutter
herum und ja, ein richitg schöner kleienr kerl mit allem dran, von
der ausgeprägten Schulter über einen ebensolchen Widerrist und eine
passige Kruppe dazu. Schmal noch, das alles, ein Erstlingsfohln aus
einer feinen schmalen Stute eben. und ich hatte doch einen Brocken
erwartet ob des grossen Tragebauches, den Lilith ein paar Tage zuvor
noch im Stall unter sich barg. Inno lachte mich aus, "das war doch
kein grosser Bauch! Die trug doch nicht schwer! Die trug wie eine
Erstlingsstute und das ist ein typisches zartes feiens
Erstlingsfohlen!"
So ist das mit der subjektiven
Wahrnehmung. Und ich bin sicher, Inno hatte Recht.
Nur zur
Geburt hatte Lilith sich schwer getan und wusste nicht, was
passierte. Die lief hin und her durch den Stall, drückte sich gegen
die Wand, stieg, drückte gegen die Wand, kam einfach nicht zum
liegen und stieg. Ich dachte schon, das wird wie bei Butterfly und
wir müssen das Fohlen im Stand aus der verwirrten Stute ziehen ....
Bei dem zarten Erstling (sic!) wäre das ja auch kein Problem gewesen
... (sic! sic! von wegen, schwerer Bauch ...)
Aber dann hat
sie sich doch hingelegt und alles lief wie am Schnürchen. Stute lag,
Fohlen flutschte raus. Das war es, was ich noch hatte wissen
wollen, und ich war erleichtert von der reibungslosen Geburt zu
hören.
Auf dem Paddock lief Grossmutter Bunny wuschig in der
Herde auf und ab und schlug mit dem Kopf. Den berühmten Fabricen
Kopfschlag. Ich ulkte: "Die will heute nacht Mutter werden!" "Das
sind die Fliegen!"
Und doch. Einmal, nur einmal sollte ich
Recht behalten...
"Achtuhrdreissig!" lautete erneut die
Ansage für Ostersonntag und ich stand pünktlich vor dem
geschlossenen Hoftor und wurschtelte noch nach dem Eingangscode, als
das Handy krähte: "Ein Osterhässchen!", lautete die kryptisch
Nachricht!
Da stand ich nun vor dem grossen Tor neben dem
Stall und wusste: ich sollte nur dieses eine Mal doch Recht behalten
haben - Bunny hatte gefohlt!
Magisch öffneten sich dann
plötzlich die Torflügel, den Code hatte ich noch immer nicht
rausgewurschtelt, doch Inno hatte ein Einsehen und im Stall den
Knopf gedrückt. Da stand sie dann vergnügt vor der Abfohlbox und
strahlte mich an, "gerade erst geboren! Um sieben Uhr! Muss aber
noch aufstehen und trinken!", und sie strahlte bester Dinge.
Wow! Da lag ein braunes Stutfohlen im Stroh wie ich es selten so
gesehen hatte. Charmant. Und ein richtiges Pferd mit Hals und Kurve
und Ausdruck! Ich war ganz und gar verblüfft! Solche Fohlen
hatten immer nur Fabrice und Fannie Mae geliefert - fertige
Päckchen, vollständige Pakete eigentlich, und alles ab Werk ...
Stutenfee Ingrid war hoch zufrieden. Ich auch! Ich krabbelte
zu den beiden in die Box und sah dem beeindruckenden Mädchen beim
aufstehen zu. Inno kam dazu und half und interstützte an den
richtigen Stellen. Und als das Mädchen dann endlich stand, waren wir
beide von den Socken! Was für eine Substanz! Was für Gelenke und
Partien! Und Inno sprach aus, was mir selber spontan durch den Kopf
schoss: "Schade, dass das kein Hengstfohlen ist ..."
Beeindruckt standen wir alle beide dabei und sahen zu, wie dieses
grosse kompakte Fohlen sich auf den Weg zur Milchsuche machte. Bunny
war die perfekte Mutter, ruhig, routiniert, aufmerksam. Innos
Ehrgeiz war geweckt. "So ein grosses Mädchen! Nun zeig aber auch,
dass du das schneller schaffst als die Hengstfohlen!" Ich musste
lachen. Meine Stutenfee war durch und durch eingenommen von diesem
Stutfohlen! Meine Stuten hatten geliefert - und wie!
Lilith.
Lilith und der kleine Hengst. Die beiden warteten schon auf uns
und diesmal war ich schlauer und bastelte die Longe rund ums
Halfter. Keineswegs wollte ich die Heuewiese aufgeben, nur weil
ich die besorgte Stute nicht halten konnte!
Der zarte feine
Bub stand halb unter Muttern versteckt und sah uns zu. Ich musste
lachen. Lilith rührte sich nicht vom Fleck. Wieder musste Inno
schieben und helfen, damit wir auf den Hof kamen, da war der Bub
doch noch deutlich unentschlossener nicht unterwegs. Doch dann gings
zügig Richtung Heuwiese. Das klappte heute schon besser, wenn auch
noch nicht ganz flüsig.
Aber dann!
Auf der Wiese tat
der Bub erste energische Sprünge, hüpfte durch den Wind und wie
erwartet zog Lilith besorgt hinterher. Aber mit der Longe hatte ich
einen weitaus besseren Griff und Stand und konnte sie in
Fohlenrichtung um mich herumlaufen lassen, das half! Stutenfee
Ingrid blieb bei uns und sah erneut verzückt zu. Verzückt und
aufmerksam. Und diesmal konnte ich die Eindrücke auch teilen und
hatte die Freude an dem Fohlen, das die ersten weiteren
Galoppsprünge im Grün antestete. Das gefiel doch deutlich besser als
auf dem Reitplatz, wenn auch deutlich stressiger für die Stute, wie
die Stutenfee angemessen konstatierte. "Die hat jetzt Stress." Ja.
Hatte sie. Fürs Fohlen war dies jedoch die gefälligere
Alternative im freien unbegrenzten natürlichen Grün. Man kann nicht
alles haben und solange ich meine schöne grosse Mutterstute halten
konnte, sollte das Fohlen seine Kreise ziehen.
Bald war der
kleine Tank dann auch leer und der -in der Tat!- zuckersüsse Hengst
stand schwer atmend vor Muttern, die nun erstmals heftig scharrte.
Stress. Verständlich. Brav bei mir bleibend aber sichtbar Stress.
Braves Pferd! Wir marschierten zurück in den Stall (deutlich
flüssiger als noch tags zuvor) und Liliths Welt war wieder in
Ordnung. Wir würden lernen. Mit jedem Tag, jedem Weidespaziergang.
Stutenfee Ingrid stand schon wieder mit einem breiten
Lächeln vor der Abfohlbox und war zufrieden: "Sie hat getrunken!"
Und da stand sie nun, Bunnys Tochter. Und wir waren schwer
beeindruckt. Das braune Mädchen musste sich bereits breitbeinig
unters Euter bücken, während Liliths Sohn beinahe aufrecht unter
seiner langbeinigen Mutter stehen konnte. Die beiden konnten
wirklich unterschiedlicher nicht sein!
Ich hockte mich in die
Box und das Fohlen begrüsste mich neugierig. Ich krabblete den Hals
entlang und war verblüfft, als das junge Fohlen sich in grossem
Gefallen an mich drückte und mehr und mehr Krabbeleien einforderte
und bereits verzückt den Hals beugte - und was war das für ein Hals!
"Und dazu diese breite Stirn, und was für ein schöner Ponykopf! Wo
hat die das bloss her?" Ingrid war wirklich angetan! und ich
weiss nicht, worüber ich mich mehr freute: die aufrichtige
Anerkennung meiner Stutenfee, die ob ihrer Erfahrung und
Sachlichkeit selten so emotional auf ein Fohlen reagiert, oder über
Bunnys Tochter, die selbstbewusst vor mir stand, immer weiter den
Hals reckte und furchtlos und verzückt ihre Krabbeleinheiten
forderte.
Was für ein beeindruckend gestandenes Fohlenmädel!
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